Ein Marderschreck, der funktioniert – Was steckt dahinter?

20. Juni 2010 | Von Martin Widmann | Kategorie: Artikel, Elektronik

Alle Jahre wieder im Frühling gibt es das Problem: Marder haben Autos zum fressen gern. Dieses Problem ereilte uns vor Jahren ebenfalls. Ein Marder verbiss Schläuche im Motorraum und eine teure Reparatur von ca. 250 € war fällig. Das nächste Jahr wieder das gleiche Spiel. Als der Verbiss auch im dritten Jahr nicht aufhörte, informierte ich mich über Möglichkeiten, die netten Tierchen von unserem Auto fern zu halten.

Ich bekam die Empfehlung für den MarderSTOP von Kontec. Kontec ist eine kleine Firma in Stockach nahe des Bodensees. Der Inhaber hatte einst vor Jahren genau das gleiche Problem und aus dieser Notlage heraus seine eigene Marderabwehr entwickelt.

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, Marder in die Fluch zu schlagen, die mehr oder weniger funktionieren. Kontec hat es mit der akustischen Scheuchmethode versucht. Auf dem Markt gibt es allerhand Kästchen, die fröhlich vor sich hin piepsen. Die meisten beeindrucken Marder nicht.  Anders sollte MarderSTOP sein. Ich ließ mir das Gerät erklären und wurde überzeugt. Das Resultat war, dass wir in den folgenden Jahren keinen Marderbiss mehr hatten.

Das kann ja Zufall sein, mag einer sagen. Wir hatten jedoch einige Jahre danach ein neues Auto gekauft. Es wurde neben unserem “alten” geparkt und ich hoffte, dass der MarderSTOP in diesem auch das neue schützen würde. Aber falsch gedacht. Gleich im ersten Frühling hatten wir im neuen Auto Marderbiss. Daraufhin kauften wir einen zweiten MarderSTOP in der neue Auto. Seitdem hatten wir nie mehr Probleme mit Marderbiss.

Dies soll nun keine direkte Werbung sein für Kontec. Wer sich informieren möchte, der besuche bitte deren Webseite. Was mich jedoch interessierte ist, warum der Marderschreck funktioniert. Kontec behauptet, dass der MarderSTOP im Bereich von 20 KHz – 40 KHz sehr laute Töne von sich gibt. Für Menschen sind diese nicht hörbar, aber für Marder sehr unangenehm.


Nun hatte ich die Möglichkeit, mit sehr gutem Equipment (siehe songsfromthewood.de) die Töne des Marderschrecks aufzunehmen. Eine Frequenzanalyse in Audacity hat die Behauptung von Kontec bestätigt.

Zur größeren Betrachtung einfach die Bilder anklicken.

Die lautesten Töne sind zwischen 18 kHz und 27 kHz. Aber auch bei ca. 40 kHz ist noch etwas zu hören, wenn auch sehr viel leiser. Der aufgrund der Lautstärke effektive Bereich wird der untere Bereich sein. Den Bereich bei 40 KHz interpretiere ich als Obertöne des eigentlichen Signals.

Bis zum nächsten Mal,
Martin

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